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Ministerpräsident Peter Harry Carstensen zum Arbeitsmarkt: Schleswig-Holstein ist auf Folgen der Krise gut vorbereitet

eingestellt am 30.07.2009

 

Schleswig-Holstein ist auf die Folgen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise gut vorbereitet.

Wie Ministerpräsident Peter Harry Carstensen heute (30. Juli) mit Blick auf die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen sagte, habe die Landeregierung bereits in den vergangenen Monaten kräftig gegengesteuert und unter anderem die Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung erheblich ausgeweitet.

Als Beispiel nannte Carstensen die Neufassung der Bedingungen für Bürgschaften, die insbesondere dem Mittelstand zugute kommen. Darüber hinaus habe die Landesregierung Anfang des Jahres gemeinsam mit den Kammern und Förderinstituten ein Beratungs- und Finanzierungs-Netzwerk aufgebaut, um krisengeschüttelten Unternehmen zu helfen. "Und im Rahmen des von uns ins Leben gerufenen Paktes für Beschäftigung, Qualifizierung und Wachstum steht ab sofort auch eine Task-Force bereit. Dieses Netzwerk aus Fachleuten des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums sowie der Förderinstitute steht allen Unternehmen zur Seite", so Carstensen.

Nach den heute veröffentlichten Arbeitsmarkt-Daten nahm die Zahl der in Schleswig-Holstein gemeldeten Arbeitslosen im Juli 2009 gegenüber dem Vormonat um 2.953 auf 110.732 zu. Die Arbeitslosenquote stieg damit von 7,6 Prozent im Juni auf 7,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um 5.748.

Der Ministerpräsident wies in diesem Zusammenhang auf die im Bundesvergleich sehr robuste Wirtschaftsstruktur des Landes hin. Dies werde deutlich am Beispiel der Mai-Werte zu den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. "Trotz der krisenhaften Entwicklung sind in Schleswig-Holstein mehr Arbeitsplätze entstanden, als verloren gingen. Das verdanken wir vor allem unserem starken Mittelstand und den vielen familiengeführten Unternehmen. Im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands ist Schleswig-Holstein heute besser aufgestellt. Wir sind heute weniger krisenanfällig, als noch vor fünf Jahren", so der Regierungschef. Die Zahlen der Agentur für Arbeit zeigen für Mai gegenüber dem Vorjahr einen im Bundesvergleich überdurchschnittlichen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse um 4.900 auf 816.500. Dies ist nach Angaben der Agentur der unter den Flächenstaaten prozentual größte Zuwachs.

Ministerpräsident Carstensen erinnerte mit Blick auf den Arbeitsmarkt-Trend auch an die stabilisierende Wirkung des "Zukunftsprogramm Wirtschaft" (ZPW), des größten Wirtschaftsförderprogramms in der Geschichte des Landes. So würden im Rahmen des ZPW derzeit zahlreiche Projekte der Hochschulen, Unternehmen und Kommunen auf den Weg gebracht, durch die die Wettbewerbsfähigkeit Schleswig- Holsteins erhöht wer-de. Durch dieses Programm, aber auch durch das in Schleswig-Holstein bereits auf breiter Front angelaufene Zukunftsinvestitionsgesetz (Konjunkturpaket II), werde eine maßgebliche Stabilisierung der heimischen Bauwirtschaft ereicht. 
 
In seiner Funktion als Arbeitsminister verwies Carstensen mit Blick auf die Zunahme der Zahl der jugendlichen Arbeitslosen auf die speziellen Förderangebote im Rahmen des "Zukunftsprogramms Arbeit". Darin werden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie Landesmittel eingesetzt. "Damit finanziert die Landesregierung unter anderem Unterstützungsprogramme zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze sowie zur Förderung der Ausbildungsreife und Beschäftigungsfähigkeit von Jugendlichen", sagte Carstensen. 

 
 
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